• Raus in den Garten


Lesetipp


herrlich französisch...


 

Paris, Gilles;
Glühwürmchensommer
978-3-8333-1056-0
Berlin Taschenbuch Verlag
€ 8,99

Warum haben sich Victors Eltern getrennt, obwohl sie sich noch lieben? Was hält seinen Vater davon ab, die Ferienwohnung seiner Familie in Cap-Martin zu betreten? Und was sucht seine Mutter Claire, eine Buchhändlerin, in all den Büchern, die sie pausenlos liest und mit gelben Post-its beklebt? Das Leben von Victor Beauregard ist ein einziges Fragezeichen. Aber in diesem Sommer an der Côte d'Azur ist vieles anders. Es gibt Gewitter ohne Regen und Myriaden von Glühwürmchen, die die nächtliche Küste in ein Lichtermeer verwandeln. Es gibt eine alte Baronin, die Victor von früher erzählt und ihm rät, einfach den Glühwürmchen zu folgen. Und es gibt vor allem neue Freunde: ein seltsames Zwillingspaar, das ihm die verwunschenen Villen an der Steilküste zeigt und das Geheimnis von Victors Vater zu kennen scheint.

 

Ein Tipp von
Teresa Welte

 

 

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WANN? Jeden 2. Freitag im Monat
WER? Kinder ab 8 Jahren von 14-15 Uhr
Jugendliche ab 12 Jahren von 16-17 Uhr
WO? Buchhandlung Welte, Marktplatz 4
in Hechingen.
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Dann meldet Euch am Besten gleich
unter 07471-4259 bei uns in der Buchhandlung.
Am Freitag, den 10.06.2016 ist unser nächstes Treffen.
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Buch des Monats Mai:

Helen MacDonald, H wie Habicht.
Allegria, Berlin, 426 Seiten, ISBN 3793422984

Für Hans Welte

Es gibt Bücher, die fallen einem genau zur rechten Zeit in die Hand. Dann gibt es Bücher, um die man längere Zeit einen Bogen macht, weil das Thema einen nun wirklich nicht interessiert und gar zu abseitig zu liegen scheint. Und in seltenen, ganz besonderen Fällen trifft beides zusammen, dann ereignet sich regelrecht Wundersames. Vielleicht „nur ein- oder zweimal im Leben. Die Welt ist voller Zeichen und Wunder, die kommen und gehen. Wenn wir Glück haben, sind wir vielleicht genau dann am Leben und sehen sie.” (382)
Also nun: Um die Beziehung zwischen einer jungen Frau und einem Habicht geht es in Helen Macdonalds Buch ?H wie Habicht?. Denn als ihr Vater stirbt, kauft Helen sich einen Habicht. Von Kindesbeinen an war sie mit der Falknerei vertraut und liebte Falken, deren rasanten Sturzflug sie bewundert und denen sie sogar 'Gutmütigkeit' attestiert. Mit Habichten jedoch wollte sie nichts zu tun haben, sieht sie in ihnen doch nur 'fahläugige Psychopathen, die im Dickicht der Wälder lebten und töteten'. Als aber ihr Vater stirbt und dieser Tod ihr allen Halt im Leben und ihren Sinn nimmt (mit trockenem englischen Humor schreibt sie: „Ich hatte mir Bücher über Trauer und Verlust gekauft. Sie stapelten sich meterhoch auf meinem Schreibtisch. Wie jeder gute Akademiker glaubte auch ich daran, dass man in Büchern Antworten findet.” (29)), wehrt sie sich nicht länger gegen diesen ständigen Begleiter und sucht die Rettung in der direkten Konfrontation. Sie geht an die Orte, die ihr Angst machen ? und lernt gerade da und so neu zu leben. Die Beschreibung dieser Wege gehören für mich zu den stärksten Passagen des Buches, denn sie zielen in die Herzmitte, das klingt dann so: „Jetzt war Dad nicht mehr da, und allmählich begann ich zu begreifen, wie Vergänglichkeit mit Dingen wie einer Halo-Erscheinung an einem eisigen Himmel zusammenhängt. Dass die Welt voller Zeichen und Wunder ist, die kommen und gehen. Wenn wir Glück haben, sehen wir sie. Einmal, zweimal. Und dann vielleicht nie wieder.” (103) Die Beschäftigung, der intensive Austausch und das wechselseitige Lernen mit ihrem Habicht Mable werden für Macdonald der Weg ins Leben zurück: Denn „der Habicht war alles, was sie sein wollte: ein Einzelgänger, selbstbeherrscht, frei von Trauer und taub gegenüber den Verletzungen des Lebens.” (121)
Helen Macdonald (*1970) ist Schriftstellerin, Illustratorin und Historikerin an der Universität von Cambridge. Sie erzählt in ihrem wunderbaren und wundersamen Buch nicht nur von sich und ihrem Habicht, dem sie bewusst solch einen lieblich-harmlosen Namen Mable gibt. Sie spürt im Lauf dieses außergewöhnlichen ergreifenden Buches nicht nur noch einer anderen Lebensgeschichte nach, in der sie ihr eigenes Schicksal wie in einem fernen Spiegel wieder entdeckt. So wie der Habicht sich unabweisbar erst in ihre Träume schlich und schließlich in ihr Leben gelangte, so entdeckt sie in Vaters Bibliothek auch ein altes, abgegriffenes Buch: 'The Goshawk' von Terence Hanbury White. Der britische Schriftsteller (1906-1964) mit so bewegter Lebensgeschichte wurde besonders durch seine Bücher bekannt, die vor allem tief in die englischen Geschichten und Mythen eintauchen, vor allem seine populäre Bearbeitung mittelalterlicher Sagenstoffe wie 'Der König auf Camelot' ist bis heute vielgelesen und etwa Lieblingsbuch und Vorbild für Cornelia Funke. Doch dieser White schrieb eben auch über manch anderes, viel Abseitiges, unter anderem aber auch über seinen Versuch, einen Habicht abzurichten ? eine Herausforderung, an der er scheiterte. Wir lernen lesend also bei Macdonald vieles über Zucht und Abrichten von Habichten, vieles auch über das Leben und Schreiben von T.H. White. Darum sei hier besonders vermerkt, dass ?H wie Habicht? von Ulrike Kretschmer meisterhaft übersetzt worden ist, was angesichts der unterschiedlichen Sprach- und Motivebenen sicher eine Herausforderung außergewöhnlicher Art darstellte.

Vor allem aber werden wir auf wundersame Weise beschenkt durch das außerordentlich poetisch geschriebene Lebenszeugnis einer jungen Frau, die nach dem Tod ihres Vaters jeden Boden unter den Füßen verliert: „Meine Sicht verschwimmt. Die Leben, die wir uns vorgestellt haben, begleiten uns wie die, die wir tatsächlich leben, und manchmal wird uns bewusst, wie viele Leben wir verloren haben.” (180) „Zu einer bestimmten Zeit im Leben erwarten wir, dass die Welt ständig voll von Neuem ist. Dann kommt der Tag, an dem uns bewusst wird, dass das nicht der Fall sein wird. Wir erkennen, dass sich das Leben aus Löchern zusammensetzt. Aus Dingen, die fehlen. Aus Verlusten. Dinge, die einmal da waren und nun nicht mehr da sind. Und wir erkennen, dass wir um diese Lücken herum und zwischen sie hineinwachsen müssen, obwohl wir die Hand ausstrecken und dort, wo die Dinge waren, den öden Raum fühlen können, wo jetzt die Erinnerungen sind.” (235)
In diesem Buch, das Roman zu nennen sicher ebenso daneben greift wie die Klassifizierung als Sachbuch, behandelt Helen Macdonald das Abtauchen in die Abgründe des eigenen Lebens und Liebens, ihres Fühlens und des Schmerzes angesichts eines endgültigen Verlustes. So wie sie durch ihre Zeit mit dem Habicht den Verlust des Vaters verarbeitet und reicher zu leben lernt, gibt sie uns lesend Teil an diesem Weg: „Die Archäologie der Trauer folgt keiner festgelegten Ordnung. Sie ist eher wie Erde unter einem Spaten, der längst vergessene Dinge ans Tageslicht befördert. Manchmal überraschende Dinge: nicht einfach nur Erinnerungen, sondern Seelenzustände, Gemütsverfassungen, Emotionen, frühere Weltanschauungen.” (273) Was für ein Versprechen durch die Poesie eines Buches: „In der Vorstellungskraft kann alles erneuert und wiedergutgemacht werden; Wunden können geheilt, Geschichten zu Ende gebracht werden.” (340)
Es gibt Bücher, die fallen einem genau zur rechten Zeit in die Hand. Und dann gibt es Bücher, um die man längere Zeit einen Bogen macht, weil das Thema einen nun wirklich nicht interessiert und gar zu abseitig zu liegen scheint. Und in seltenen, ganz besonderen Fällen trifft beides zusammen, dann ereignet sich regelrecht Wundersames. Helen Macdonald beschreibt in ?H wie Habicht? ihren Weg, für ihr Leben ganz neu den Schlüssel zu finden, um leben zu lernen. Und das im wörtlichen Sinn, denn als sie viele Monate nach dem Tod ihres Vaters in dessen Wohnung in seinen Tagebüchern liest, entdeckt sie zwischen zwei Bänden ein Stückchen brauner Karton, ein ?leeres Stück Pappe mit ausgefranstem Rand?. Als sie es umdreht, steckt unter einem „Klebestreifen ein silberner Schlüssel. Und darunter stehen fünf Worte, mit Bleistift geschrieben. ?Wohnungsschlüssel. Ich liebe dich, Dad?”. Ihr Vater hatte ihr ein Jahr zuvor einen Schlüssel zu seiner Wohnung zugeschickt, den sie jedoch verloren hatte. Er hatte ihr dann zwar zugesagt, einen neuen nachmachen zu lassen, irgendwie war es aber nicht dazu gekommen und dann war er gestorben. Und jetzt also, unter ganz anderen Bedingungen, fällt ihr dieser neue Schlüssel zu: „Als ich dastand, das Stück Pappe in der Hand hielt und seine Ränder befühlte, hatte sich meine Trauer in etwas anderes verwandelt. In schlichte Liebe.” (368)

Dirk Steinfort

 

 

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